Stromfresser bei den Straßenlaternen: SPD erreicht Einstieg in den Ausstieg

Der Gemeinderat hat am 13. Dezember den Haushalt für das kommende Jahr beschlossen. Auch die SPD-Fraktion hat dafür gestimmt – weil unsere Anträge für mehr Klimaschutz erfolgreich waren und auch sonst Vieles für die vorgelegten Zahlen spricht.

Klein-Winternheim gehört zu den wohlhabenden Orten im Kreis Mainz-Bingen, unsere Gemeinde kann mit hohen Einnahmen vor allem durch Gewerbe- und Einkommensteuern rechnen. Kurz: Es geht uns gut und der Haushalt 2018 ist ausgeglichen. Auch wenn hohe laufende Kosten (z.B. für Personal und die Gebäudeunterhaltung) auf der Ausgabenseite stehen, so sind diese aber soweit gedeckt, dass auch freiwillige Leistungen, wie z.B. die Unterstützung der Vereine, wie bisher möglich sind.

Die Gemeinde will 2017/2018 viel Geld investieren (und teilweise auch Kredite dafür aufnehmen), und zwar in sehr sinnvolle Projekte. Z.B. in den Ausbau der kommunalen Kita, als Zuschuss in die Sanierung des katholischen Kindergartens oder in die Ertüchtigung des neuen Bauhofs in der Raiffeisenstraße. Auch der Flächenerwerb und die Erschließung der Baugebiete „Bordwiese“ und „Am Berg“ müssen vorfinanziert werden, wobei die Summen hierfür durch den Verkauf der Grundstücke wieder zurückfließen.

In dieser Lage haben wir Sozialdemokraten uns für Investitionen in Sachen Klimaschutz eingesetzt. Wir haben Geld für die Einrichtung von Ladestationen, je eine für Elektroautos und E-Bikes, gefordert und der Ausschuss für Mobilität wird nun beraten, wie und wo dieser Aufbau einer Infrastruktur für emissionsfreien Verkehr im Ort sinnvoll wäre.

Außerdem haben wir Geld für die Umrüstung der mehr als 300 alten Quecksilberdampflampen im Ort beantragt. 30 000 Euro an Stromkosten zahlt die Gemeinde bisher jährlich nur für die Straßenbeleuchtung, und während in unseren Neubaugebieten längst LED-Lampen stehen, verursachen die (inzwischen verbotenen) alten Stromfresser den Hauptteil der Energiekosten. Aus anderen Gemeinden weiß man, dass die Umrüstung auf LED-Leuchten in den Straßen nicht nur sehr effektiv das klimaschädliche Kohlendioxid einspart, sondern sich auch finanziell lohnt. Die Investitionen amortisieren sich in 3 bis 4 Jahren, denn eine Umrüstung auf LEDs wird mit 25 Prozent vom Bund bezuschusst – und die Stromkosten sinken um 70 bis 80 Prozent. Details und Zahlen sollen nun von Fachleuten für den Rat aufbereitet werden. Der Einstieg in das Projekt Laternen-Umrüstung ist geschafft – so kann der Ausstieg bei den Klimakillern unter den Straßenlampen auch in Klein-Winternheim gelingen.