Radfahrer schützen – auch im Ort selbst: Durch Tempo 30

In der aktuellen Diskussion um das Radwegenetz fordert auch die SPD Klein-Winternheim den Lückenschluss nach Marienborn durch die Stadt Mainz. Der Gemeinderat stelle die Mittel für den Ausbau auf Klein-Winternheimer Gebiet seit Jahren bereit, da aber Mainz den Anschluss nicht herstelle, müsse der Rat das Geld regelmäßig auf den Folge-Haushaltsplan übertragen – ohne konkrete Aussicht auf die sachgemäße Verwendung.

„Kein Zustand“, meint Fraktionsvorsitzender Kariem El-Hileissi dazu, „wir beobachten seit Längerem, dass die Zahl der Fahrradfahrer, insbesondere auch die der Berufspendler, stark zunimmt. Unter anderem dank der E-Bikes sind mehr Menschen mit dem Rad unterwegs als früher, und angesichts des alltäglichen PKW-Staus zur Rush-Hour ist das auch logisch.“

Andererseits weisen die Sozialdemokraten darauf hin, dass zum Schutz von Radfahrern auch im Ort selbst dringender Handlungsbedarf besteht. Vor allem in der stark von Autopendlern befahrenen Pariser Straße sind neben den Fußgängern Zweiradfahrer stark gefährdet. Für eine Radwegmarkierung auf der Fahrbahn ist hier kein Platz, bei einer Fahrradspur auf den Bürgersteigen würden Fußgänger und Radler sich gegenseitig in Gefahr bringen. Zudem seien alle Maßnahmen an dieser Landesstraße nur in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität möglich.

Die SPD begrüßt daher, dass sich der Ausschuss für Mobilität des Themas angenommen hat. „Der Radweg nach Mainz muss ausgebaut werden – aber besonders für den Schutz der Fahrradfahrer im Ort müssen wir uns stark machen“, so El-Hileissi. Die einzig denkbare Lösung aus Sicht der Sozialdemokraten ist Tempo 30. „Radfahren in der Pariser Straße ist hoch riskant. Die Gefährdungssituation kann hier aus unserer Sicht nur durch ein Tempolimit mit 30 kmh entschärft werden. Genau dieses fordern wir nachdrücklich.“