Bauen in Klein-Winternheim und anderswo

Zu einem Infoabend rund ums Bauen und Finanzieren hatte Kariem El-Hileissi, Bürgermeisterkandidat der SPD Klein-Winternheim, alle Interessierten eingeladen – und Informationen gab es reichlich.

 

Zur Einführung erläuterte El-Hileissi den aktuellen Stand der Dinge im Ort: Der Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Bordwiese“ sollte eigentlich schon am 20. Februar im Rat beschlossen werden – dann wäre der Weg frei für die Vermarktung der Grundstücke. Die Ratssitzung wurde aber verschoben, einen neuen Termin hat die Verwaltung noch nicht mitgeteilt. So wie grundsätzlich wünscht sich El-Hileissi auch hier: Mehr Informationen und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen und Entwicklung. Darum auch diese Veranstaltung.

 

Denn für die SPD ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum das aktuell größte Problem im Ort. Es fehlen Häuser und Wohnungen gleichermaßen, Kaufpreise und Mieten haben deswegen Höchststände erreicht. Auch darum haben sich viele junge Familien um Neubau-Grundstücke bei der Gemeinde beworben. Wer bauen will, geht aber immer ein Risiko ein – schließlich bauen die meisten Menschen nur einmal im Leben und haben wenig Erfahrung hinsichtlich Finanzierung, Fördermöglichkeiten oder der bestgeeigneten Bauweise.

 

Darum gaben Michael Back, früher bei der Investitionsbank ISB tätig, und die Bauherrenberaterin der Verbraucherzentrale Uta Maria Schmidt wertvolle Hinweise und Ratschläge. Laut Michael Back wissen nur wenige private Bauherren, dass sie Landesfördermittel fürs Eigenheim erhalten können: Eine Teilförderung mit langjährig niedrigem Zins, einem Tilgungszuschuss und besonders geeignet für junge Eltern. Und zwar für solche mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen, mit Kinderfreibeträgen und mit einer Zinsbindung bis zu 35 Jahre lang – für niedrige 1,5 Prozent.

 

Wer seine Finanzierung in trockenen Tüchern hat, steht aber vor einer noch größeren Herausforderung: Wie baue ich richtig? Mit Architekt, Generalunternehmer oder Bauträger? Welche Vor- und Nachteile haben Fertig- oder Massivhäuser – oder was muss ich wissen für den Traum vom individuell geplanten Einfamilienhaus? Für all diese Fragen gibt es sachkundigen Rat bei der Verbraucherzentrale. Hier kann man einen Kurs für den „Bauherrenführerschein“ belegen oder Verträge und Leistungsbeschreibungen prüfen lassen. Uta Maria Schmidt ist die Ansprechpartnerin dafür in Mainz – und selbst Architektin. Sie weiß also, wovon sie spricht: Wer baut, braucht Unterstützung. In der Verbraucherzentrale gibt’s die.

 

Im Bild: Kariem El-Hileissi, Michael Back, Uta Maria Schmidt